Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 219

Abbildung zum Artikel: Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 219
Arbeitsbelastungen aus der Sicht von Erwerbstätigen
(Henninges, Hasso von; Gruber, Hannelore (Mitarb.))
Erscheinungsjahr: 1998
Umfang 90 Seiten
ISBN: 978-3-7639-3907-7
ISSN: 0173-6574
Preis: 13,90 €
(Preis inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer zuzüglich 2,50 € Versandkosten)
Artikelnummer: 300238
Der Artikel ist lieferbar.

Abstract

Bislang haben sich die neuen Produktionsmodelle und die mit ihnen verbundenen neuen Arbeitsstrukturen nicht flächendeckend durchgesetzt. Manche Beobachter meinen sogar, bereits wieder eine Gegentendenz zu solchen betrieblichen Konzepten ausmachen zu können. Auch die Einführung programmgesteuerter Technologien führt nicht automatisch zu einer Erleichterung der Arbeit. Die Anzahl der Beschäftigten, die auf Arbeitsplätzen mit klassischen Arbeitsbelastungen arbeiten, verringern sich langfristig nur langsam. Nach eigener Auskunft arbeiten noch immer mehrere Mio. Menschen unter belastenden Umgebungseinflüssen und haben körperlich schwere Arbeit auszuüben. arbeitsorganisatorische Belastungen haben sogar an Bedeutung gewonnen und sind heute weiter verbreitet als manche "harten" Arbeitsbelastungen. Diese kommen in der Regel nicht allein vor, sondern sind zu Mehrfachbelastungen verknüpft. Strukturiert man die Vielfalt dieser Verknüpfungen nach dem in dem Bericht vorgeschlagenen Modell, so arbeiteten 1995 rd. 32% der Erwerbstätigen auf Arbeitsplätzen mit hohen Belastungen und weitere 16% unter sehr hohen Gesamtbelastungen. Überdurchschnittlich häufig kommt letzteres vor in vielen gewerblichen Berufen, in mittleren und großen Betrieben, bei ausführenden Arbeiten und bei Beschäftigten mit befristeten Arbeitsverträgen. Beschäftigte, die auf Arbeitsplätzen mit hohen Belastungen arbeiten, berichteten signifikant häufiger als Beschäftigte mit geringeren Belastungen davon, daß ihre Arbeit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Die Untersuchung stützt sich vorwiegend auf eine von der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen im Jahr 1995 durchgeführte Repräsentativbefragung von 2000 Erwerbstätigen in Deutschland.
 

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