Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 279

Abbildung zum Artikel: Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 279
Rahmenbedingungen und Handlungsstrategien bei der dezentralen Umsetzung aktiver Arbeitsmarktpolitik: das Beispiel des ESF-BA-Programms
(Müller, Petra; Schuler, Werner)
Erscheinungsjahr: 2004
Umfang 145 Seiten
ISBN: 978-3-7639-3967-1
ISSN: 0173-6574
Preis: 13,90 €
(Preis inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer zuzüglich 2,50 € Versandkosten)
Artikelnummer: 300298
Der Artikel ist lieferbar.

Abstract

"Das ESF-BA-Programm ergänzt die aktive Arbeitsförderung nach dem SGB III mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Es bezieht Personen in die Förderung ein, die ansonsten wegen fehlender förderrechtlicher Voraussetzungen nicht an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung oder Trainingsmaßnahmen teilnehmen könnten. Darüber hinaus ergänzt das Programm das SGB III-Instrumentarium durch innovative Maßnahmekonzepte, wie z. B. Weiterbildungsmodule sowie die Qualifizierung und das Coaching von Existenzgründer/innen. Ausgangspunkt der Studie war die Frage, wie das ESF-BA-Programm in der Bundesanstalt für Arbeit, jetzt Bundesagentur für Arbeit (BA), umgesetzt wird, welche Faktoren die Implementation beeinflussen und welche Rolle dabei die europäischen Ziele der aktiven Arbeitsförderung auf der einen sowie die dezentrale Handlungslogik der Akteure in der BA auf der anderen Seite spielen. Die Untersuchung umfasst die Jahre 2000 bis 2002 und hat vorallem explorativen Charakter. Sie basiert auf einer Kombination von unterschiedlichen methodischen Zugängen und Datenquellen (qualitative Experteninterviews, Fragebogenerhebung, Dokumentenanalyse, Auswertung von statistischen und Prozessdaten). Die Ergebnisse zeigen, dass die Anforderungen des ESF auf der Ebene der Ziele gut mit den arbeitsmarktpolitischen Strategien nach dem SGB III vereinbar sind. Auf der Ebene der Geschäftsabläufe bringt das Steuerungssystem des ESFfür die BA jedoch einen deutlichen Zusatzaufwand mit sich. Auf der dezentralen Ebene stellen das begrenzte Mittelvolumen sowie die Vereinbarkeit der ESF-Förderung mit der Regelförderung nach dem SGB III im Tagesgeschäft der Arbeitsämter ebenfalls wichtige Einflussfaktoren dar. Die Umsetzung orientiert sich jedoch darüber hinaus vor allem an den regionalen Konstellationen am Arbeitsmarkt und dabei insbesondere an den jeweiligen arbeitsmarktpolitischen Zielgruppen. Damit zeigt die Untersuchung, dass bei der Implementation auch solche struktur- und organisationsbezogenen Faktoren eine Rolle spielen, die sich in den statistischen Datensätzen nicht unmittelbar widerspiegeln und die sowohl bei der Programmgestaltung als auch bei der Evaluation oft nur wenig berücksichtigt werden. " (Autorenreferat, IAB-Doku)
 

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